Kurzkonzeption von Bus-Stop e.V.

 

Bus-Stop, interkulturelles Kinder-, Jugend- und Familienzentrum e.V.

im Folgenden „Bus-Stop“ e.V. genannt.

 

Zur Übertragung der Leistung der Jugendhilfe,  gemäß § 11 SGB VIII, findet eine Kooperation zwischen dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf  Berlin, Abt. Jugend, Jugendamt Gesundheit und Umwelt, dahingehend statt, dass Bus-Stop ein Programm zur Integration von jungen Menschen und Familien mit Migrationshintergrund und zur Gewaltprävention für Menschen in Lichterfelde-Süd. im Besonderen der Thermometersiedlung und der Woltmannsiedlung, entwickelt und durchführt.

Vorbemerkung

Die Arbeit mit geschulten Mentoren mit interkultureller Ausrichtung in der Thermometer- und Woltmannsiedlung soll soweit finanziell abgesichert werden, um darüber hinaus in dieser schwierigen Gegend die Situation der dort lebenden Menschen zu verbessern. Mentoren werden als Integrationsbeauftragte für Jung und Alt im Sozialraum tätig.

Dazu ist es nötig Drittmittel zu akquirieren, um regelmäßig Kiezmentoren auszubilden, bestehende Kiezmentoren zu coachen und an ihren Einsatzorten zu begleiten. Kiezmentoren werden hauptsächlich in der mobilen aufsuchenden Jugend- und Familienarbeit sowie in den Arbeitsfeldern der Sozialen Dienste der Justiz, „Arbeit statt Strafe“ eingesetzt.

 

Ziel des Programms

  1. „ Bus-Stop“ e.V. führt mobile Jugendarbeit mit dem Ziel der Förderung der sozialen Integration sozial benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener des Wohngebietes Thermometer-/Woltmannsiedlung durch.
  2. Die Belange der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, deren Anteil in der Thermometersiedlung 66,8% beträgt, findet dabei Berücksichtigung. Hierzu gehören der Erwerb von deutschen Sprachkenntnissen, die schulische, berufliche und familiäre Förderung, Gewalt- und Suchtprävention.
  3. Durch gezielte Hilfestellung soll den Kindern, Jugendlichen und Familien zu größerer sozialer Kompetenz verholfen werden. Angebote zu Themen, u.a. Umgang zwischen deutschen und nichtdeutschen Bürger/innen, Ausländerfeindlichkeit, Sucht und Gewalt, sind Schwerpunkte dieser Jugendarbeit. Entwicklungspolitische Angebote bilden dabei die Grundlage sich selbst mit dem eigenen Migrationshintergrund und dem daraus resultierenden Demokratieverständnis auseinander zu setzen und seine  Integrationseinstellung einzuschätzen bzw. zu hinterfragen.
  4. Ziel ist es, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen „ von der Straße weg“ einzubinden. Sie sollen in ihrer Eigenverantwortung und sozialen Kompetenz gestärkt werden um Verhaltens-weisen positiv zu verändern. Darüber hinaus sollen sie lernen gesellschaftliche Verantwortung im Gemeinwesen z.B. im Sozialraum zu übernehmen.

Dazu wird Bus-Stop mit ausgebildeten Mentoren arbeiten und weitere Mentoren gemäß seiner Konzeption ausbilden.

 

Inhalt, Form und Umfang der Leistung

  1. „Bus-Stop“ e.V. leitet gemäß § 11 Abs. 3,4 und 6 SGB VIII mobile Kinder- und Jugendarbeit, sowohl auf dem Gelände des interkulturellen Zentrums Bus-Stop, sowie auf den Straßen der Thermometer- und Woltmannsiedlung, wenn nötig den Gehgewohnheiten entsprechend, sozialraumübergreifend/grenzüberschreitend.
  2. Die Jugendarbeit wird von Bus-Stop gemäß seiner Konzeption mobil und stationär in Form von offener und sozialpädagogischer Gruppenarbeit sowie freizeitpädagogischen, kulturellen und entwicklungspolitischen Angeboten durchgeführt.

Die mobilen Teams stehen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen an den Werktagen und am Wochenende bedarfsorientiert und mit flexiblen Arbeitszeiten zur Verfügung.

Die Angebotszeiten werden mit unseren Kooperationspartnern sowie auch mit dem Jugendamt und der Polizei abgesprochen. Sie bewegen sich in den Zeiten von 9 Uhr – 22 Uhr.

Im Einzelfall wird individuelle Beratung in Bereichen persönlicher Lebensplanung, Bewältigung der Schul- und Berufsbildung, der Partnerschaft usw. angeboten. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind aus den Themen der Menschen Selbsthilfegruppen zu entwickeln, die ihre eigenen Ressourcen und Selbsthilfepotentiale stärken.

Ein Mentorenteam arbeitet im Bündnis für Bildung in kurzer Vernetzung mit der ansässigen Grundschule(Mercatorschule), dem Hort der Schule, den Kitas Outlaw und Reaumurstraße zusammen und führt täglich bzw. regelmäßig kreative Angebote und Projekte durch.

Mit der zusätzlichen Verantwortung des Bezirks Menschen, die unter Flucht und Vertreibung leiden, aufzunehmen, arbeitet Bus-Stop in der Willkommenskultur und übernimmt Betreuungsaufgaben mit kreativen Angeboten für Kindern und deren Familien in der Flüchtlingsgruppenunterkunft in der Klingsorstraße in Steglitz mit dessen Träger Gierso.

 

  Kooperationen                                      

  1. Bezirksamt Steglitz/Zehlendorf, Jugendamt

    „Bus-Stop“ e.V.(im Folgenden Bus-Stop genannt) arbeitet kooperativ mit der Leitung des Regionalen Dienstes B im Jugendamt zusammen. Eine enge Absprache der Angebote zwischen Bus-Stop und der in den Stadtteilen der Region B tätigen Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe wird zugesichert.

  2. Berliner Polizei, Direktion 4 ,Abschnitt 46 und deren Präventionsabteilungen
    Bus-Stop arbeitet kooperativ mit der Polizeidirektion 4 und deren Abteilungen eng zusammen. Die gemeinsam ausgebildeten Kiezmentoren werden gemeinsam zertifiziert .Der Polizeipräsident sowie der Innensenator von Berlin sind Schirmherren unseres Kiezmentoren-Programms seit 2006. Kiezmentoren arbeiten als Integrationslotzen für Jung und Alt im Kiez.
  3. JobCenter Steglitz-Zehlendorf
    Bus-Stop ist Kooperationspartner der Agentur für Arbeit, dem JobCenter Steglitz-Zehlendorf als Maßnahmeträger für MAE (Mehraufwandsentschädigung).
  4. Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk( EJF)

    Bus-Stop ist Kooperationspartner des EJF(Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk)in Steglitz-Zehlendorf und dessen Bildungseinrichtung MüLe(Mütter Lernen) und dem angegliederten Mutter-Kind-Haus "Jörg Sommerlath".

  5. Berliner Justiz, der Gerichts- und der Bewährungshilfe

    Bus-Stop ist Kooperationspartner der Berliner Justiz, der Gerichts- und der Bewährungshilfe und leistet in dem Programm „Arbeit statt Strafe“ soziale Dienste. Bus-Stop und seine Kiezmentoren betreuen die durch die sozialen Dienste der Justiz zur gemeinnützigen Arbeit verurteilten Personen.

  6. Mercator-Grundschule, Schulstation und Hort

    Bus-Stop ist Kooperationspartner der ansässigen Inklusionsgrundschule(Mercatorschule), der Schulstation "Der rote Faden" von Tandem e.V., des Hortes an der Mercator-Grundschule,

  7. Im Rahmen des lokalen Bündnis für Bildung , Kita Outlaw ,Kita Reaumurstraße.

    Bus-Stop ist Kooperationspartner der Kindertagesstätte des freien Trägers Outlaw und der Kindertagesstätte des öffentlichen Trägers Reaumurstr.

  8. Gierso  gGmbH, Träger von Flüchtlingsgruppenunterkünfte

    Bus-Stop ist Kooperationspartner des Trägers Gierso mit seiner Flüchtlingsgruppenunterkunft in der Klingsorstraße/ Steglitz.

  9. Diakonisches Werk Steglitz/Zehlendorf, Stadtteilmüttern

    Bus-Stop ist Kooperationspartner des Diakonischen Werks Steglitz und kooperiert mit den in Steglitz-Zehlendorf eingesetzten Stadtteilmüttern.

  10. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

    Bus-Stop ist Kooperationspartner der Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf und arbeitet in dem Lebensmittelausgabeprojekt "Laib&Seele" mit.

  11. Berliner Tafel g GmbH

    Bus-Stop ist Kooperationspartner der "Berliner Tafel". Mit dieser Kooperation wird das Projekt "Suppenküche-Beköstigung der Kinder von der Straße" umgesetzt.

  12. Deutsch Wohnen/ GSW

    Bus-Stop ist Kooperationspartner der hiesigen Wohnungsbaugesellschaft GSW/Deutsches Wohnen

  13. Groth - Gruppe, Bauträgergesellschaft

    Bus -Stop ist Kooperationspartner der Groth -Gruppe, welche als Bauträgergesellschaft den Sozialraum zukünftig  erweitert        (" Parks-Range")

 

 

Dienst- und Fachaufsicht, Haftung

„Bus-Stop“ e.V. übt die Dienst- und Fachaufsicht über seine Mitarbeiter/innen aus und haftet neben diesen für die von ihnen verursachten Schäden.

Regelung nach § 72 a SGB VIII

„Bus-Stop“ e.V. stellt sicher, dass bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben keine Personen beschäftigt oder vermittelt werden, die rechtskräftig nach dem §§ 171, 174-174c, 176-178a, 181 a, 182-184 f, 225, 232-233 a, 234, 235 oder 236 des Strafgesetzbuches verurteilt worden sind.

Zu diesem Zweck lässt sich Bus-Stop bei der Ausbildung, Einstellung und der Vermittlung von den betreffenden Personen in regelmäßigen Abständen, die ein Zeitraum von fünf Jahren nicht überschreiten dürfen, ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis nach § 30 a des Bundeszentralregistergesetzes, das nicht älter als sechs Monate sein darf, vorlegen.

Dies gilt gleichermaßen für Honorarkräfte und ehrenamtlich Tätige, bei denen keine ständige Aufsicht durch fest angestellte Fachkräfte gegeben ist.

 

Für die Richtigkeit

 

Jürgen Bischof