Konzeption-Mentorenausbildung

 

Die Mentoring-Ausbildung bei BUS-STOP, ein
Integratives Soziale Kompetenztraining (ISK)

 

 

 

Kiez-Mentoren als lokale Integrationsbeauftragte –
Jung und Alt verschiedener Kulturen engagieren sich in Lichterfelde-Süd

 

 

 

Ziele der Mentoring-Ausbildung

 

 Heranbildung eines kiezspezifisch akzeptierten Mentoren-Teams, das durch seine systematische Tätigkeit zur Gewaltprävention und Konfliktlösung im Sozialraum beiträgt.

 Akzeptanz und Austausch unter den verschiedenen kulturellen Gruppen und Generationen.     

-Bürger und Bürgerinnen mit unterschiedlicher Herkunft engagieren sich im Stadtteil.

- Rückgang der häuslichen Gewalt sowie der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen auf der    Straße.

- Eindämmung des Drogenkonsums und –handels.

 - Unter dem Motto „Abweichendes Verhalten verstehen, aber nicht einverstanden sein“ wird das aggressive und antisoziale Verhalten bei Kindern und Jugendlichen im Kiez zum Positiven hin verändert. Insgesamt wird die Internalisierung gesamtgesellschaftlicher Normen und Werte bei der Zielgruppe gefördert.

  - Alle Mentoren erhalten mit dem ISK-Training eine zertifizierte Qualifizierung. Über diese Ausbildung und dem begleiteten Einsatz als Mentor erwerben die Teilnehmer/Innen zusätzliche Kompetenzen für ihre Zukunftsgestaltung und erhöhen ihre Chancen für einen Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt.

 

 Zielgruppe im Mentoring-Programm

 -Jährlich etwa 15 junge Heranwachsende und Erwachsene, die sich bei BUS-STOP engagieren und zu Mentoren qualifiziert werden.

  -Ca. 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 bzw. 15 bis 20 Jahren, die entweder bereits die Angebote von BUS-STOP wahrnehmen oder die auf der Straße und in den Regeleinrichtungen der Thermometersiedlung durch Aggressivität, Gewaltbereitschaft oder ähnliches antisoziales Verhalten auffallen.

 -Junge Familien und Alleinerziehende aus dem Sozialraum.

 

 Angewandte Strategien

 Die konzeptionelle Programmgestaltung des Mentoring-Programms lehnt sich an das internationale Patenschaftsprojekt „Big Brothers/Big Sisters of America“(BBBSA) an. (www.bbbsa.org)

 Die Mentoren von BUS-STOP werden sozusagen als „Große Brüder/Große Schwestern“ im Sozialraum tätig. Die Mentoren kommen aus ähnlichen Kulturkreisen und Sozialmilieus und sind im gleichen Sozialraum herangewachsen. Die Straße war einer ihrer Hauptsozialisations-instanzen bei gleichzeitigem Mangel an Sozialisation in der Kita, der Schule und dem Hort. Ihre Sozialisation im Elternhaus war weitgehend auf eine „Nichtintegration“ ausgerichtet.

 Die Mentoren von BUS-STOP kennen daher die Probleme der Kids im Kiez. Sie haben die persönlichen Defizite ihrer eigenen Sozialisation weitgehend adaptiert und konnten sich über die persönliche Stigmatisierung hinweg Einsichten und Änderungen für ihr Leben erkämpfen, wobei sie häufig eine „negative Karriere“ durchliefen.

 Die Mentoren übernehmen eine Patenschaft, vermitteln zwischen engagierten Erwachsenen und den Kids auf der Straße, arbeiten mit betroffenen Kindern in den Familien oder begleiten z.B. die Präventionsbeauftragte der Polizei bei ihrer Arbeit in Schulen. Für ihren Einsatz erhalten sie eine geringfügige Aufwandsentschädigung. Der zentrale Ort für die Patenschaftsvermittlung ist in der Regel das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum BUS-STOP. Gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen bilden bei diesem Engagement die zentralen Elemente, bedeuten aber auch gleichzeitig einen sichtbaren und realen Gewinn für alle Beteiligte. Das Betreuer/Innenteam von BUS-STOP koordiniert dabei alle Entwicklungen.

 

______________________________

 

Exkurs: Integratives Soziales Kompetenztraining

 Das „Integrative Soziale Kompetenztraining“(ISK) wurde von 2006 bis 2007 bei BUS-STOP in der Zusammenarbeit mit Verhaltenstrainern von der Landespolizeischule Berlin entwickelt. Das Training ist einerseits der theoretische Teil der Ausbildung als Kiezmentor (Kiezmentoring-Programm[1]) und andererseits erlangen die Teilnehmer/Innen zusätzliche Kompetenzen für ihre Zukunftsgestaltung sowie für einen Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt. Während des Einsatzes als Kiezmentor wird das Gelernte praktisch umgesetzt und die Beteiligten können sich mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten beweisen.

 Kiezmentoring dient dabei als Methode im Rahmen einer “berufsorientierenden Sozialisationsförderung”. Gemäß ihren individuellen Fähigkeiten können die Teilnehmer/Innen später in Ausbildung gehen, selbständig werden oder am 1. Arbeitsmarkt partizipieren.

 Bei Bedarf wird die Qualifizierung um einen Deutschkurs (mehrmals wöchentlich) erweitert.

 Das Kompetenztraining wird von Pädagog/Innen aus dem BUS-STOP-Team sowie von externen Dozenten durchgeführt. Die erfolgreichen Teilnehmer/Innen werden zum Ende des ISK als Kiezmentor/in zertifiziert.

  Das Kiezmentoring-Programm ist eine anerkannte Maßnahme des Jobcenters Steglitz-Zehlendorf und steht unter der Schirmherrschaft des Berliner Polizeipräsidenten Herrn Kant. Beamte des Polizeiabschnitts 46 begleiten die Aktivitäten und Bus-Stop agiert als Bestandteil des TIK-Programms (Transfer Interkultureller Kompetenz) der Berliner Polizei.

 Zielgruppe

 Die Qualifizierung im Rahmen des Mentoring-Programms richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene sowie an Eltern, die durch Familiengründung mit ihrem Kiez verbunden und bereit sind, andere Stadtteilbewohner/Innen bei ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen.

 

                                 Kiez-Mentoren als lokale Integrationsbeauftragte –

 

                   Jung und Alt verschiedener Kulturen engagieren sich in Lichterfelde-Süd

 

 Ziele des ISK

 -Bewusstmachung der Verantwortung für das eigene Denken und Handeln

 -Vermittlung demokratischer Grundwerte und die Fähigkeit, sich an tagespolitischen Diskussionen zu beteiligen

 -Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der angehenden Mentoren

 -Die Teilnehmer/Innen werden befähigt

 -anderen demokratische Werte und Normen zu vermitteln

 -sich in ihrem Stadtteil zu engagieren

 -andere Stadtteilberwohner/Innen anzusprechen und zu beraten

 -eine Rolle als Vermittler in den unterschiedlichen kulturellen Communities des Stadtteils wahrzunehmen.

 -Insgesamt wird eine Verbesserung der Kommunikations-, Team- und Konfliktfähigkeit angestrebt,– insbesondere das Erlangen kommunikativer Grundfertigkeiten-, um in Konflikten und schwierigen Situationen ohne Aggressionen oder durch Rückzug zu reagieren:

 -Positive und negative Gefühle verbalisieren können

 -seine Einstellung bzw. seine Gefühle durch Mittel der gewaltfreien Kommunikation auszudrücken

 -das persönliche Gerechtigkeitsgefühl mit den demokratischen Werten abzugleichen

 -Forderungen zu stellen, um zu seinem Recht zu kommen

 -Lob formulieren und annehmen bzw. aushalten können

 -konstruktive Kritik und Sanktionen umzusetzen und Andere in angemessener Weise kritisieren zu können

 -Unterstützung im Team einzufordern und die Ergebnisse selbständig umsetzen.

Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 15 Personen, wobei ein Bestandteil der Aufnahmekriterien in der Mischung aus Jugendlichen und Erwachsenen besteht. Die Ausbildungsdauer umfasst sechs bis neun Monate.

Die Seminare finden einmal wöchentlich in der Zeit von 09:00 bis 14:00 Uhr statt und sind in folgender Weise strukturiert:

 -Ankommen / Aktuelles aus dem Stadtteil / Aktuelle Stimmungslage

 -Besprechung von einigen Fragen aus dem Deutschen Einbürgerungstest

 -inhaltlicher Schwerpunkt

 -Auswertung und Transfer /Abschlussrunde und Ausblick

 

Angewandte Methoden:

 -Arbeit im Plenum und Kleingruppenarbeit

 -mündliche und schriftliche Befragungen

 -Vortrag

 -Dokumentation der eigenen Tätigkeit

 -strukturierte Rollenspiele

 -Partnerinterviews

 -Visualisierungsmethoden

-Analyse von Texten

 -Kooperationsspiele, Vertrauensübungen

 -interaktionspädagogische Übungen

 -Mediation und Deeskalationsübungen

 -Entspannungs- und Auflockerungsübungen

 -kulturelle und sozialpolitische Exkursionen zu Institutionen und Netzwerkpartnern

 Grundsätzlich nehmen die Seminarinhalte Bezug auf die Lebenswelt der Teilnehmer/Innen. Durch Strategien des entdeckenden, forschenden Lernens werden die Umsetzung und der Transfer des Vermittelten erleichtert. Trainingsrituale bestimmen den Ablauf der Seminare und schaffen Transparenz und Sicherheit für die angehenden Mentoren.

 Die Haltung des Pädagogen-Teams bei BUS-STOP ist durch Authentizität, Respekt für die und Akzeptanz der Teilnehmenden geprägt (was nicht notwendigerweise eine Akzeptanz der Verhaltensweisen mit einschließt).

 Die ISK-Seminare sind in folgenden Themenblöcken[2]zusammengefasst:

-Teambildung und Reflektion

 -Kommunikation

 -Thema Gewalt

 -Netzwerke im Sozialraum

 -Staatsbürgerkunde

 -Praktisches Mentorentraining

 

 Fachliche Begleitung, Zertifizierung und Qualitätssicherung

                 Vergleich: Curriculum Integratives Soziales Kompetenztraining

 Die Dozenten aus dem BUS-STOP-Team sind erfahrene Pädagogen und verfügen über eine langjährige Praxis in der Arbeit mit der Zielgruppe. Die Dozenten der verschiedenen Präventions-/Integrationsabteilungen der Berliner Polizei/Direktion 4 ergänzen das ISK-Curriculum. Nach Abschluss der Ausbildung werden die Teilnehmer im Auftrage des Berliner Polizeipräsidenten zertifiziert.Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat, das ihn befähigt, als Kiezmentor im Sozialraum eingesetzt zu werden. Im Austausch mit Verhaltenstrainern der Landespolizeischule Berlin lassen die Dozenten ihre Tätigkeit supervidieren.

 Die Mentoren-Ausbildung wird durch die EHB - Ev. Hochschule Berlin wissenschaftlich begleitet. Zurzeit werden fortlaufende Praktikanten-Arbeiten durch Studenten durchgeführt.

 Die Kooperationspartner, bei denen die angehenden Mentoren eingesetzt sind, sowie Mitarbeiter der Polizeidirektion 4 geben dem Bus-Stop-Team regelmäßiges Feedback zum Stand der Qualifizierung und der Entwicklung der Teilnehmer/Innen.

 

______________________________

 

Ständige Weiterentwicklung des Mentoring-Programms

 „Kinder auf der Straße brauchen Bildung“ startete im Sommer 2005. Ab Februar 2006 haben 20 junge Erwachsene, die für die Arbeit mit den Kindern in Frage kamen, während einer fünfteiligen Seminarreihe ihre Vergangenheit und Zukunftsvorhaben reflektiert. Aus dieser Gruppe wurden neun Jugendliche ausgewählt, um zwischen Mai und Juli im Rahmen eines Anti-Aggressivitäts-/Coolness-Training für ihren weiteren Einsatz bei BUS-STOP geschult zu werden.

 Im Rückblick erwies sich dieses Training als zu einseitig auf gewalttätige Jugendliche zugeschnitten, so dass wir uns entschlossen haben, gemeinsam mit der „Werkstatt für Soziale Kompetenz & Prävention“ ein Training zu entwickeln, das mehr auf die präventive und konfliktentschärfende Tätigkeit der Mentoren ausgerichtet war.

 Für die zweite Staffel des Mentoren-Trainings konnten wir dann 2007 die Unterstützung des Berliner Polizeipräsidenten gewinnen, der BUS-STOP im Februar des Jahres besucht hatte. Mit zwei Verhaltenstrainern der Landespolizeischule Berlin wurde das speziell auf die Mentoren abgestimmtes Integrative Soziale Kompetenztraining(ISK) entwickelt, worin die gewonnenen Erfahrungen aus den ersten beiden Jahren des Mentoring-Programms mit eingeflossen sind.

 Als im September 2008 die dritte Staffel der Mentoren-Ausbildung begann, war es gelungen, für die Qualifizierung von 15 jungen Erwachsenen eine finanzielle Unterstützung durch das  JobCenter Berlin-Südwest zu bekommen. Durch die zusätzliche Förderung durch das Jugendamt Steglitz-Zehlendorf können seitdem den Kiezmentoren geringfügige Aufwandsentschädigungen gezahlt werden.

 In der Folgezeit gelang es BUS-STOP, nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene zu Kiezmentoren auszubilden, sondern auch Stadtteilbewohner/Innen aus der Eltern- und Großelterngeneration, die in ihren kulturellen Communities Schlüsselpositionen innehaben.

 Die Berliner Polizei begleitet auch weiterhin das Mentoring-Programm und mittlerweile konnten wir bereits sechs Staffeln von Kiezmentoren ausbilden.

 

 Nachhaltigkeit des Mentoring-Programms

 Parallel zum laufenden Integrativen Sozialen Kompetenztraining wird bereits die nachfolgende Generation von Jugendlichen an das Projekt herangeführt. Jugendliche Besucher von BUS-STOP, die Interesse und erforderliche Voraussetzungen mitbringen, werden durch einleitende Seminare und Trainings an die Arbeit mit den Kindern im Stützpunkt vorbereitet, um später auch zu Mentoren qualifiziert zu werden.

Um ein Mentoring-Programm langfristig als pädagogisches Programm für Jugendhilfeaufgaben in der Region zu installieren, ist die Unterstützung der politischen Verantwortlichen und des Bezirksamtes/Jugendamtes notwendig und sinnvoll. Bereits 2006 wurde die Unterstützung des Programms in der bezirklichen Zählgemeinschaft festgeschrieben. Diese ist bis heute eine begrüßenswerte Hilfe für den Sozialraum Lichterfelde-Süd.

 

 Dokumentation und Evaluation

 Programm auch auf andere Sozialräume übertragen werden kann, wird für alle Phasen eine ausführliche Dokumentation erarbeitet, um die gemachten Erfahrungen zu systematisieren und zu analysieren.

Im Sommer 2007 wurde von der Ev. Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik unter der Leitung von Prof. Schwabe eine erste Evaluierung des Mentoring-Programms durchgeführt („Mentoring und Peer-Education in der Praxis der Jugendhilfe“). Untersucht wurde in dieser Arbeit die Wirkung des Projekts auf den Sozialraum anhand der Erfahrungen von Eltern.

 Über den Austausch mit anderen Einrichtungen und unser Auftreten auf überregionalen Veranstaltungen werden wir weiterhin unsere Erfahrungen öffentlich machen. Dazu gehört z.B. auch die Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen, wie zuletzt im Mai 2011 im Rahmen eines Seminars an der Alice-Salomon-Fachhochschule geschehen.

 

 Erfolge und Auswirkungen auf den Sozialraum

Auch wenn einige der ausgebildeten Mentoren aus Gründen von Ausbildung- oder Arbeitsaufnahme nicht regelmäßig bei BUS-STOP eingesetzt werden können, haben wir das Mentoring-Programm erfolgreich etabliert. Neben der offenen Kinderarbeit im BUS-STOP-Zentrum werden die Mentoren verstärkt durch Einrichtungen aus dem Sozialraum nachgefragt und es sind bereits so manche Patenschaften zwischen den Kids und ihren älteren Vorbildern entstanden.

Dass die Kiezmentoren nicht nur in der Thermometersiedlung gefragt sind, zeigte deren Einsatz in Kooperation mit dem DRK Südwest auf dem Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz (2010).

Zahlreiche Mentoren wurden dazu motiviert, einen Schulabschluss nachzuholen, bzw. einen höheren Abschluss zu erreichen. Das Ankommen auf dem Ersten Arbeitsmarkt gestaltet sich schwieriger, doch ist auch dies bereits mehreren jungen Erwachsenen gelungen.

Die praktische Arbeit der Mentoren wird weiterhin in verschiedenen Einrichtungen der Region erfolgreich fortgeführt. Die Erfolge sind nicht zu übersehen:

Die Stadtteilbewohner haben BUS-STOP als ihr interkulturelles Nachbarschaftszentrum angenommen. Türkische und arabische Familien nutzen das Zentrum am Wochenende

  • Das gegenseitiges Vertrauen unter den Stadtteil-Bewohner/Innen und den verschiedenen kulturellen Gruppen ist deutlich gestiegen.

 

Öffentlichkeitsarbeit

In den bezirklichen Gremien der Kinder- und Jugendhilfe sowie auf fachspezifischen und regionalen Veranstaltungen wird regelmäßig über den Stand des Programms berichtet. Des Weiteren wird die Öffentlichkeit über lokale und überregionale Medien über BUS-STOP informiert.

Vom RBB-Fernsehen liegt eine halbstündige Dokumentation über das Mentoring-Programm vor: „Knallhart am Stadtrand“ (03/2006). Eine zweite Sendung entstand beim ZDF im Rahmen einer Begleitung der Mentorenausbildung: „Menschen im Magazin“ (03/2007).

Zum Mentoreneinsatz auf dem Hermann-Ehlers-Platz hat der RBB einen weiteren Fernsehbeitrag erstellt (12/2010). Zu diesem Einsatz existiert außerdem der Artikel: "DRK Berlin Süd-West / Mitten im Leben: Projekt Hermann-Ehlers-Platz" (11/2010). Die "Berliner Abendschau" vom 17. Sept. 2012 berichtete über das Thema Kiezmentoring (Stadtteilmentoring) und am 6. Dez. 12 über: "Der Politik-Laden in der Thermometersiedlung und ein Besuch beim gegenüber liegenden Bus-Stop e.V.". Des Weiteren liegt ein Artikel der Berliner Woche / Steglitz vor: "Kriminalität stark gesunken. Thermometersiedlung: Mentoring-Projekt hat das Klima spürbar verbessert" (03/2011).

 Auszeichnungen und öffentliche Anerkennung

Das Mentoring-Programm wurde am 14.10.08 durch die Landeskommission „Berlin gegen Gewalt“ mit dem Berliner Präventionspreis 2008 ausgezeichnet. Am 6.5.2009 erfolgte eine weitere Ehrung durch das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“, als durch Frau Prof. Maria Böhmer das Mentoring-Programm als ein auf Bundesebene hervorragendes „Best Praxis Beispiel“ für bürgerschaftliches Engagement prämiert wurde.

 Am 3.11.2011 zeichnete die Landeskommission „Berlin gegen Gewalt“ BUS-STOP erneut mit dem Berliner Präventionspreis aus: Mit dem Programm „Kiez-Mentoren als lokale Integrationsbeauftragte - Jung und Alt verschiedener Kulturen engagieren sich in Lichterfelde-Süd“ haben wir den 2. Preis erhalten.

Durch verschiedene Stellen der Berliner Polizei wurde die Projektarbeit von BUS-STOP anerkannt: 2010 erfolgte die Aufnahme in das TIK-Programm. Unsere Einrichtung wurde zum Deutschen Präventionstag 2010 sowie zum Sommerfest der Direktion 4 eingeladen.

Die gestiegene öffentliche Anerkennung für die Arbeit von BUS-STOP wurde bei der Zertifizierung der Kiez-Mentoren 2011 deutlich: Vertreter des Jugendamtes, des Polizeiabschnitts 46, der kooperierenden Mercator-Grundschule sowie BVV-Abgeordnete nahmen an der feierlichen Auszeichnung teil.

Im September 2011 besuchte der damalige Berliner Innensenator Körting im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung BUS-STOP. Bei dieser Gelegenheit betonte Herr Körting den hohen Stellenwert der Einrichtung für den Stadtteil und sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Berliner Polizei für das Mentoring-Programm zu.

 

 Vernetzung und Kooperationspartner

 -An unserem Vorhaben sind folgende feste Kooperationspartner beteiligt:

 -Landespolizeischule mit der Direktion 4 mit deren Fachabteilungen

 - Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Jugendamt( Zielvereuinbarung)

 -Ev Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf

 -GSW/ Deutsche Wohnen ansässige Wohnungsbaugesellschaft

 -Groth -Gruppe Bauträgergesellschaft der Sozialraum Erweiterung

 -JobCenter Berlin Süd-West der Agentur für Arbeit

 -Berliner Tafel e.V. Beköstigung der Kinder von der Straße.

 -Polizeidirektion 4/Abschnitt 46, Abt. Prävention und Abt. Integration/Migration

 -Ev. Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Fachhochschule Berlin

 -Sozialgerichtshilfe und Jugendgerichtshilfe,

 -Soziale Dienste der Justiz in Berlin, Berliner Staatsanwaltschaft

 -Mercator-Grundschule (einschl. Schulstation und Hort)

 -Kita Reaumurstraße im Kiez

 -Kita "Outlaw", Scheelestraße, im Kiez

 -Gierso,GmbH, Flüchtlingsgruppenunterkunft in der Klingsorstraße, Stegl./Zehl.

 -Diakonisches Werk Steglitz, Stadtteilmütter Steglitz-Zehlendorf

 -Präventionsbeirat Steglitz-Zehlendorf

 

 Stand 12.2013/2014

 für die Richtigkeit

 Jürgen Bischof

 


[1]Das Kiezmentoring-Programm ist eine anerkannte Maßnahme des Jobcenters Steglitz-Zehlendorf und steht unter der Schirmherrschaft des Berliner Polizeipräsidenten Herrn Kant. Beamte des Polizeiabschnitts 46 begleiten die Aktivitäten und Bus-Stop agiert als Bestandteil des TIK-Programms (Transfer Interkultureller Kompetenz) der Berliner Polizei.